Lieber Herr Schalke!

Ist zwar spät, aber… Was ist nur mit dir los? Ich erinnere mich nicht daran, in meinem jungen, noch so ertraglosen Leben mit deinen Transferaktivitäten derart zufrieden gewesen zu sein, wie in den letzten drei Transferperioden. Und heute… Naja, ich fange anders an.

Lieber Herr Schalke. Unser Papa… Gott des Rückhalts, Gott der Phalanx, Erfinder des Trojanischen Eckballpferdes, der Dampflok, der Mimik-Peitsche, des Gesichts-Hausarrests, des Dim-Mak, der Fünf-Punkte-Pressur-Herzexplosions-Technik und der Taschengeldkürzung. Wegen ihm stehen Schimpfwörter im Duden, die unsere Söhne nicht kennen sollten, glücklicherweise auf Griechisch. Er, der auf meinem Trikot steht. Er, dem ich einen Heiratsantrag sandte (Sein Berater und seine Mutter sind informiert). Er, für den ich anfangen würde Socken zu bügeln. Er, dem ein Angebot des großen AC Milan nur ein munteres Schmunzeln beibringen kann. Er, der Michael Schumachers Kinn in den Schatten stellt. Er, der schon jetzt mehr Kinder zwischen Essen-Kray und Gelsenkirchen-Horst haben dürfte, als die meisten Laiendarsteller von RTL 2. Er, der gut ist.
Ihn kann auch Zenit nicht von uns reißen. Nicht mit vierzig Millionen Mark!
Aber mal im Ernst… Richtig gut, dass er uns erhalten bleibt! Ganz ganz wichtig für den Zusammenhalt!

Und nun, lieber Herr Schalke, auch noch Ibrahim Afellay. Ein großer Name mit großer Herkunft. Das kannst du ja die letzten Jahre ganz gut. Aber weißt du was, Herr Schalke? Es hat dich jeder auf der Rechnung und schaut sich deine Spiele besonders genau an. Und dann musst du noch einen drauf setzen und wie beim Volleyball die komplette Offensive rotieren lassen. Immer im Kreis. Mit den Händen in den Hosentaschen suchen und darin deinen Mittelfinger finden.
Fehlt nur noch der andere Holländer. Bittebittebitte. Ich sag dir was… Selbst meine Borussen-Freunde hier in der anderen Stadt haben Angst, dass du stark bist wie selten zuvor! Jetzt hau sie auch mal weg!

Lieber Herr Schalke! Morgen komm ich dich besuchen. Endlich wieder Nerdkurve. Endlich wieder Turnhalle. Und jetzt… Weitermachen!

P.S.: Kannst du die Journalisten mal bitten, nicht immerimmerimmer die gleichen dämlichen Fragen zu stellen? „Wie fühlen Sie sich jetzt? Was sind Ihre Saisonziele? Wie groß sind Ihre Kondome? Warum haben Sie mit ihrer hellhäutigen Frau dunkelhäutige Kinder? Haben Sie schon mal Gummibärchen im Wasser aufquellen lassen und dann an die Decke geklebt?“ An den Antworten ist kein einziger Mensch von der Welt überhaupt auch nur ein bisschen interessiert! Auf ner Punkrockplatte nenne ich solche Phänomene Lückenfüller. Die meisten Scheiß-Interviews bestehen ausschließlich aus Lückenfüllern! Für solche Fragen sollte es auf der Pressekonferenz den Huub-Buzzer geben. Der ist die richtige Person, um diese fuuurchtbar einfallsreichen Pressevertreter per Knopfdruck ins Haifischbecken zu schleudern. Haben wir doch, unter der Arena, oder?

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3 Antworten to “Lieber Herr Schalke!”

  1. STRIGGA Says:

    Hach, herrlich. Ich bin mir der Transferphase auch ziemlich zufrieden und wenn ich überlege, in welche Spähren es der FC Schalke geschafft hat, seitdem ich den Verein verfolge, ist das einfach unglaublich. Einzig in der Abwehr hätte ich mit eine Lösung für die Rechtsverteidigerposition erhofft. Aber vielleicht macht Uschi endlich den Schritt, den ich mir von ihm erhoffe.

  2. Carlito Says:

    Ach, die PK von Donnerstag war doch sehr unterhaltsam! 😉

    Ansonsten hast Du natürlich Recht. 🙂

  3. Schalke Blogger Says:

    Herrlich!

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