Kurz notiert

Schalke kämpft ohne Papadopoulos gegen Wolfsburg und den Schlendrian.

So lautet es auf der Titelseite von kicker.de und nicht anders würde ich die letzten beiden Pechspiele beschreiben. Ich würde nicht die Pfiffe hervorheben. Ich würde nie von einer Schwäche sprechen. Ich würde sagen: Wir stehen eigentlich prima da. Die mangelnde Konstanz war angekündigt. Nach Mittwoch hatte ich erst mal keine Lust mehr auf Fußball. Aber heute schon hat Schalke mich wieder. Leider muss ich vermutlich arbeiten, wenn nicht noch ein spontaner Warnstreik angesetzt wird. Die Wahrscheinlichkeit ist tatsächlich so gering nicht, aber ich rechne besser nicht damit.

Alle, die in der Arena sind… Pfeift den Gegner aus! Pfeift ihre grünen Bengalos aus! Aber nicht unsere Leute! Ich gehe ja auch nicht auf ein Konzert, um den Musiker auf der Bühne anzupöbeln. Mir kommt das Wort „abliefern“ in den Sinn. Das kann und darf aber auf unseren FC S04 nicht zutreffen. Das kann auf VW Wolfsburg zutreffen. Auf 1899 Hoppenheim. Auf RedBull Leipzig. Aber nicht auf Schalke. Nicht auf den BVB. Nicht mal auf die Bayern. Wer in einem solch irrationalen und unberechenbaren Sport eine „Ablieferung“ einfordert, als wäre sportlicher Erfolg eine Ware, braucht sich nicht wundern, wenn er entweder unglücklich wird (wie die Pfeifen der letzten Spiele) oder keinen Erfolg mit seinem Projekt hat (wie die Sponsoren der genannten Vereine). Geht weg! Ich wünsche euch die Pest an den Hals!

Und den Jungs heute Glück auf!

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2 Antworten to “Kurz notiert”

  1. STRIGGA Says:

    Schön gesagt. Wer auf die Ablieferung einer sportlichen Ware wartet, darf sich auch nicht wundern, wenn er am Ende des Tages (Hallo, Kalle Rummenigge) völlig emotionslos als Kunde behandelt wird.

    • Benjamin Says:

      Ja, das ist beim FC Bayern ja so eine Sache. Einerseits beruht deren Wirtschaftskraft ja tatsächlich auf klugem Wirtschaften und auf konstantem sportlichem Erfolg der letzten Jahrzehnte. Allerdings ist der übertriebene Ehrgeiz eines Herrn Rummenigge auch genau in diese Richtung deutbar. Dass er nämlich den Sport vergisst und nur 1 und 0 kennt. Erfolg an, Erfolg aus. Nie den Weg dorthin.

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