Das größte Problem

Am Samstag ist also endlich mal wieder Derby. Ich bin gar nicht so glücklich über den Zeitpunkt muss ich sagen. Wir wären der perfekte Aufbaugegner für Schwarzgelb, die auch dieses Jahr wieder streng nach oben schielen wollen. Auch letztes Jahr schon hieß es zu einem ähnlichen Zeitpunkt, dass die Bayern das sowieso machen. Der Ausgang ist uns allen bekannt.
Außerdem ist die Länderspielpause der Derbystimmung nicht wirklich zuträglich gewesen. Klar wird hier der Kloppens Jürgen kritisiert und da mutig behauptet, man sei besser als der Nachbar. Aber ernsthaft… Kommt das bei dir, geneigter Leser, an? Unsere Nationalmannschaft hat bewiesen, dass sie es NOCH besser kann als Schalke in Düsseldorf und damit erst mal gezeigt, wie man richtig gut Playstation spielt, statt Bock auf Fußball zu machen.

Naja, ich fürchte auch, dass der S04 dieses Jahr noch eine Rolle da oben spielen könnte, fernab von all meinen persönlichen Träumereien. Nach den beiden unnötigen Unentschieden lag der Blick viel zu schnell auf den unzufriedenen Fans. Die unzufriedenen Spieler hat keiner beachtet. Wer so sauer auf seine eigene Leistung ist, weiß, dass er mehr kann und versucht alles, um es aus sich herauszuholen. Das stimmt mich optimistisch. Die Rückspiele gegen Montpellier und die Fortuna gehen ganz sicher anders aus!

Ich gehe am Samstag auch ins Stadion. Hoffe ich. Das größte Problem ist nämlich tatsächlich… Wie komme ich aus dem Dortmunder Westen an den Auswärtsblock, ohne groß angepöbelt zu werden? Patrick und ich wollten locker zu Fuß hin, schön lecker an den Westfalenhallen vorbei, durch den Rosengarten, Jäckchen übers Trikot, ab zum Stadion. Von der Schalker Fanabteilung kommt die letzten Tage nun die Empfehlung, bloß nicht in Kleingruppen von zwei Mann zum Stadion zu gehen, und schon gar nicht durch den Rosengarten. Ich rufe da morgen mal an und werde fragen. Ich bin etwas betrübt darüber, dass es diese Empfehlungen geben muss, aber im Grunde habe ich es anders auch nicht erwartet. Umständlich müssen wir nun vermutlich erst zum Hauptbahnhof, um uns dort dann in eine größere Gruppe reinzuschmuggeln, mit der wir dann unter Quarantäne zum Pumakäfig geleitet werden.

Dann entsteht aber auch die Frage: Kommt man da hinterher auch wieder raus? Ist sicher schön, wenn man im Westen von Dortmunds Innenstadt wohnt, von der Polizei aber erst mal bis zum Hauptbahnhof geleitet wird. Ich bin gespannt und hoffe insgeheim auf Begegnungen, die den Blog demnächst füllen werden.
Eine Sache noch… Auf Facebook kursiert derzeit ein Liedtext, der zu Gewalt gegen Schalkern aufruft. Total stumpf und davon ab natürlich auch überaus mies geschrieben. Bildungsferne Schicht. Ein mir sehr lieber Freund und Schwarzgelben-Fan machte mich darauf aufmerksam und löschte die beiden Verursacher aus seiner eigenen Freundesliste. Da war ich beruhigt. Mit dem würde ich gern zum Stadion gehen.

Abwarten und ruhig bleiben!
Und vor allem endlich Bock bekommen!
Küssken aus der anderen Stadt.

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Eine Antwort to “Das größte Problem”

  1. Blog- & Presseschau für Freitag, den 19.10.2012 | Fokus Fussball Says:

    […] Der gemeine Schalker ärgert sich über den ungünstigen Zeitpunkt des Derbys. Die Länderspielpause sei der Derbystimmung abträglich gewesen, hinzu kommt der Dortmunder Aufwärtstrend und das Ergebnis vom letzten Jahr, dass seine Hoffnungen eher klein lässt. […]

Meinung geigen

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