Retrospektive

Der gemeine Schalker hat sich ins neue Jahr gerettet!

Ich halte nicht viel von Gemeinplätzen und Floskeln, aber wünsche allen Besuchern ein schönes, neues Jahr 2013, in dem es endlich auch mit dem gemeinen Schalker weitergehen kann. Ich habe meine Master-Arbeit im Turboprozess fertiggeschrieben und abgegeben, so dass ich auch wieder mehr Gedanken an Schalke aufwenden kann. Dabei waren gerade die letzten Wochen für den Verein ziemlich turbulente. Dass hier keine Kommentare dazu kamen, hat nichts mit abnehmender Begeisterung für den Verein zu tun, nur mit der Uni.

Als die Fankurven die ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden schweigen, war die Stimmung eigenartig. Gegen Mönchengladbach hat es die Mannschaft überrascht. Dass unsere Kurve dann auch noch das ganze Spiel über schwieg, hat die Mannschaft verwirrt. Und den Rest der Fans. Klingt alles nach Spaltung zwischen „Ultras“ und „Rest“. In den letzten Wochen hatte ich einige Meinungen über diese Situation. Mittlerweile bin ich es einfach nur noch leid, dass Teile des Publikums die Mannschaft nicht unterstützen, weil sie der Vereinsführung Dinge vorzuwerfen haben. Es ist unhinterfragbar gut, Zeichen zu setzen, weshalb ich Zwölfdoppelpunktzwölf auch ohne Murren unterstütze. Danach muss es aber auch gut sein, denn die Mannschaft kann nichts dafür, wenn irgendwo weiter oben undurchsichtige Scheiße gebaut wird, womit die Spieler selbst kaum was zu tun haben. Da wird pauschalisiert, wo nicht pauschalisiert werden darf. Das Ergebnis können wir an den letzten Spieltagen und dem Ausscheiden im DFB-Pokal ablesen: Dem Team fehlt der zwölfte Mann.

Aber man hat auch gesehen, dass die sonst lautstarken Ultras nur eine Gruppe ist, welche die Mannschaft unterstützt. Meiner Meinung nach geht es ihnen aber zu wenig um den Sport und man nimmt sich selbst viel wichtiger als das Spiel auf dem Platz. Wofür geht man denn ins Stadion, wenn man nicht auch Fußball sehen will, von seiner Mannschaft, für die man sein Geld ausgibt? Wieso geht man überhaupt noch ins Stadion, wenn man so pauschalisiert, wie in den letzten Spielen geschehen? Wenn man ein Problem mit Peter Peters hat, dann muss der kritisiert werden, nicht die Mannschaft! Wenn man diesen Weg aber geht und den Support einstellt, wieso geht man überhaupt noch ins Stadion? Man kritisiert Geldgier und unfaire Methoden und wirft den „Tätern“ doch die Kohle in den Hals. Völlig irrationale Geschehnisse, bei denen Dinge auf einen Haufen geworfen werden, die nicht viel miteinander am Hut haben. Resultat sind die Pfiffe, die erstaunlich viele Schalker Fans der Ultra-Kurve entgegneten, als diese den Rauswurf Peter Peters‘ forderten, statt die Mannschaft anzufeuern. Meiner Meinung nach zurecht, weil nicht erkannt wurde, dass wir als Fans durch dieses ominöse DFL-Sicherheitspapier erst mal eine Chance erhalten haben, um zusammenzustehen und gemeinsam neue Konzepte zu entwickeln, wie man den Support weiterführen kann. Warum ist denn das Papier so undeutlich formuliert worden? Man kann doch auch mal davon ausgehen, dass die DFL damit einfach nur die Politik beschwichtigen wollte, damit alles weiter seinen Lauf nehmen kann, wie bisher! Es herrscht erst mal Misstrauen statt Vertrauen. Vorurteil, statt nachzudenken. Sehr schade, aber Hauptsache, wir haben uns die Welt erklärt!

Ich gehe weiter ins Stadion. Und ich freue mich, dass es viele andere auch noch tun werden, einfach um interessante und schöne Fußballspiele zu sehen, statt das ganze Trallafitti drumherum persönlich zu nehmen. Ich freue mich, dass Klaas-Jan Huntelaar seinen Vertrag verlängert hat und ärgere mich über Lewis Holtbys Entscheidung, die er einfach zu früh trifft, weil vermutlich seine Berater bei Noack hoch pokern wollten. Selber schuld.

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